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Induktionsherd Vergleich

Grundlagen & Technik Redaktion Induktionsherd Vergleich · Stand

Induktionsherd Gastronomie: Die Wahl für Profiköche und Restaurants

Inhalt 11 Abschnitte

Induktionsherd für die Gastronomie: Wann er sich lohnt

Ein Induktionsherd für die Gastronomie erwärmt nicht die Kochfläche, sondern direkt den Topf- oder Pfannenboden. Ein Magnetfeld erzeugt die Wärme im ferromagnetischen Kochgeschirr, die Glaskeramik wird nur durch die Restwärme des Topfes warm. Für Restaurants, Cafés, Kantinen, Caterer und Foodtrucks hat das praktische Folgen: Das Gerät reagiert schnell auf Einstellungen, gibt wenig Abwärme an den Raum ab und lässt sich leicht reinigen. Die Technik hat aber auch Grenzen, die Sie vor dem Kauf kennen sollten.

Vorteile im Küchenalltag

  • Schnelles Aufheizen: Töpfe und Pfannen erreichen ihre Temperatur deutlich schneller als auf Gas oder klassischen Elektroplatten. Das hilft besonders in Stoßzeiten.
  • Feine Regelung: Die Leistung lässt sich ohne spürbare Verzögerung hoch- und herunterregeln, vom sanften Köcheln bis zum scharfen Anbraten. Viele Geräte bieten Leistungsstufen oder Temperaturvorgaben.
  • Hoher Wirkungsgrad: Die Wärme entsteht im Topfboden, daher geht weniger Energie verloren als bei Gas oder Strahlungsheizkörpern.
  • Weniger Abwärme: Die Küche heizt sich weniger auf, weil die Kochfläche selbst nicht aktiv beheizt wird. Das verbessert das Arbeitsklima, besonders bei vielen Geräten auf engem Raum.
  • Leichte Reinigung: Die glatte Fläche lässt sich abwischen, und Verschüttetes backt auf der nur durch den Topf erwärmten Fläche weniger stark ein.
  • Sicherheit: Ohne aufgesetzten geeigneten Topf wird nichts erhitzt, und es gibt keine offene Flamme. Verbrennungen sind trotzdem möglich, denn die Glaskeramik bleibt nach dem Kochen durch den heißen Topf noch eine Weile heiß.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Schnelles Erhitzen von Töpfen und Pfannen Höhere Anschaffungskosten als bei einfachen Elektro- oder Gasgeräten
Präzise, sofort wirkende Regelung Nur mit induktionsgeeignetem Kochgeschirr nutzbar
Geringe Energieverluste Benötigt Strom, bei Stromausfall fällt das Gerät aus
Einfache Reinigung dank glatter Fläche Ein Defekt der Elektronik legt die betroffene Kochzone lahm
Weniger Abwärme in der Küche Das Personal muss sich an das Garverhalten gewöhnen, wenn es Gas oder Gusseisenplatten kennt

Geräteformen: Tischgeräte, Standgeräte und Einbaugeräte

  • Tischgeräte haben meist ein bis zwei Kochzonen. Sie sind mobil und eignen sich für kleine Küchen, Buffets, Live-Cooking, Catering und Foodtrucks.
  • Standgeräte bieten mehrere Kochzonen oder große Flächen und sind für den Dauerbetrieb in Restaurants, Cafés und Kantinen gedacht.
  • Einbaugeräte werden in Arbeitsplatten oder Küchenmodule eingesetzt und fügen sich in ein bestehendes Küchenkonzept ein.
  • Induktions-Wokherde haben eine gewölbte Mulde, in die ein passender Wok mit gewölbtem Boden eingesetzt wird. So liegt der Wokboden vollflächig auf, und das Gerät erreicht die hohen Temperaturen, die für Wokgerichte nötig sind.

Mehr zu verwandten Geräten finden Sie in unseren Beiträgen zum großen Induktionsherd, zum rahmenlosen Induktionsherd und zu integrierten Induktionskochfeldern. Warum Induktion auch in Profiküchen immer häufiger eingesetzt wird, beschreibt der Beitrag Induktionskochfeld für die Gastronomie.

Worauf Sie beim Kauf achten

  • Leistung und Anschluss: Kleine Tischgeräte mit bis zu etwa 3,5 kW laufen häufig an einer normalen Steckdose. Schließen Sie solche Geräte direkt an eine Wandsteckdose an, nicht über Mehrfachsteckdose oder Kabeltrommel; für den gewerblichen Dauerbetrieb lassen Sie die Absicherung des Stromkreises von einer Elektrofachkraft prüfen. Größere Standgeräte und Mehrzonengeräte brauchen meist einen Drehstromanschluss. Klären Sie das vor dem Kauf und lassen Sie den Anschluss von einer Elektrofachkraft ausführen.
  • Gewerbliche Eignung: Achten Sie darauf, dass der Hersteller das Gerät ausdrücklich für den gewerblichen Dauerbetrieb vorsieht. Haushaltsgeräte sind dafür oft nicht gebaut.
  • Regelung: Stufenlose oder fein gestufte Leistungsregelung, Timer und Temperaturvorgabe erleichtern reproduzierbare Ergebnisse.
  • Kühlung und Reinigung: Lüftungsöffnungen dürfen nicht zugestellt werden. Gut zugängliche Oberflächen und Filter vereinfachen die Pflege.
  • Platzbedarf: Prüfen Sie Maße, Stellfläche und Abstand zu Wänden oder anderen Geräten anhand der Herstellerangaben.

Das richtige Kochgeschirr

Induktion funktioniert nur mit Töpfen und Pfannen, deren Boden ferromagnetisch ist. Eine einfache Probe: Haftet ein Magnet am Boden, ist das Geschirr in der Regel geeignet. Zusätzlich kennzeichnen Hersteller geeignetes Geschirr mit dem Induktionssymbol. Der Boden sollte eben sein und möglichst vollflächig aufliegen, denn nur dann wird er gleichmäßig erwärmt. Bei kleinen Töpfen auf großen Zonen oder zu kleinen Böden erkennt das Gerät den Topf manchmal nicht. Für Rührgeräte, Kellen und Wender sind hitzebeständiger Kunststoff, Silikon oder Holz sinnvoll, damit die Glaskeramik nicht zerkratzt.

Preisrahmen

Einfache Induktions-Tischgeräte gibt es ab rund 50 Euro, sie eignen sich aber eher für den gelegentlichen Einsatz. Leistungsstärkere Tischgeräte für den regelmäßigen gewerblichen Betrieb kosten meist einige hundert Euro. Standgeräte mit mehreren Kochzonen und hoher Leistung liegen darüber und können bis in den vierstelligen Bereich reichen. Vergleichen Sie Geräte immer nach Leistung, Dauerbetrieb-Eignung, Anschlussart und Garantie, nicht allein nach dem Preis.

Hersteller im gewerblichen Bereich

Induktionsgeräte für die Gastronomie bieten unter anderem Bartscher, HENDI, CASO Professional, Bertos und APS an. Prüfen Sie bei jedem Gerät die Herstellerangaben zu Leistung, Anschluss und gewerblicher Nutzung, und fragen Sie nach Ersatzteilversorgung und Service.

Hinweis für Beschäftigte mit Implantaten

Wer ein Implantat wie einen Herzschrittmacher trägt, klärt den Abstand zum Kochfeld mit dem behandelnden Arzt und liest die Hinweise des Implantat- und des Kochfeldherstellers. Das gilt für Beschäftigte ebenso wie für Gäste, die in der Nähe eines Geräts arbeiten oder sitzen.

Fazit: Für wen sich Induktion in der Gastronomie lohnt

Induktion passt, wenn Sie schnell und fein dosiert garen wollen, die Küche möglichst wenig aufheizen möchten und das Geschirr ohnehin geeignet ist oder ersetzt werden kann. Für Betriebe mit Stromausfällen, ohne passenden Anschluss oder mit viel nicht induktionsfähigem Geschirr kann ein anderer Gerätetyp sinnvoller sein. Beginnen Sie bei einem Wechsel mit einem Tischgerät oder einer Zone, bevor Sie die ganze Küche umstellen.

Häufige Fragen zu Induktionsherden in der Gastronomie

Was sind die Vorteile von Induktionsherden in der Gastronomie?

Induktionsherde heizen schnell auf, lassen sich fein regeln, haben geringe Energieverluste, geben wenig Abwärme an die Küche ab und sind leicht zu reinigen. Dem stehen höhere Anschaffungskosten und der Bedarf an induktionsgeeignetem Kochgeschirr gegenüber.

Sind spezielle Töpfe für Induktionsherde erforderlich?

Ja. Der Topfboden muss ferromagnetisch sein, damit das Magnetfeld die Wärme direkt im Boden erzeugen kann. Haftet ein Magnet am Boden, ist das Geschirr in der Regel geeignet.

Wie sicher sind Induktionsherde für den Gastronomiebereich?

Es gibt keine offene Flamme, und ohne geeigneten Topf wird nichts erhitzt. Die Glaskeramik wird aber durch den heißen Topf warm und bleibt es nach dem Kochen noch eine Weile, deshalb bleibt Vorsicht nötig. Wer ein Implantat trägt, klärt den Abstand zum Gerät mit dem behandelnden Arzt und liest die Hinweise des Implantat- und des Kochfeldherstellers.

Brauche ich für ein gewerbliches Induktionsgerät einen besonderen Anschluss?

Das hängt von der Leistung ab. Kleine Tischgeräte mit bis zu etwa 3,5 kW laufen häufig an einer normalen Steckdose, größere Standgeräte brauchen meist Drehstrom. Die Angaben des Herstellers sind maßgeblich, den Anschluss führt eine Elektrofachkraft aus.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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